Fitness im Ohr

Fitness im Ohr

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00:00:00: Speaker 1 So ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge Fitness im Ohr. Ich starte direkt mit einem Werbeblock. Und zwar findet am neunte und 10. Oktober in Mannheim der Aufstieg skongress 2026 statt. Wie ihr in der Folge mit Sarah Kobel von letzter Woche gehört habt, haben wir eine kleine Aktion. Und zwar bekommt ihr mit dem Rabattcode Fitness im Ohr zehn 10 % Rabatt auf das Ticket.

00:00:24: Speaker 1 Jetzt ist es so Wenn dem heute auf am 15. September. Das heißt, ich weiß nicht, ob zu dem Zeitpunkt, wenn die Folge rauskommt, noch Tickets verfügbar sind. Deswegen seid schnell, probiert es mal aus, wir packen es auch in die Shownotes. Genau. Und ansonsten meldet euch gerne bei uns, wenn ihr kein Ticket bekommen habt. Ich habe heute ein sehr spannendes Thema und da muss ich ein bisschen zurückgehen.

00:00:47: Speaker 1 Das war letztes Jahr im Sommer, da hatte ich mit dem Alex und dem Team von Shift. Den Podcast gibt es leider nicht mehr, aber das war eine sehr tolle Folge, die wir damals hatten. Folgende Aussage getroffen. Und zwar das Schweizer Modell, also Krankenkassen zu ihren Fitness wird in Deutschland niemals kommen. Das möchte ich ein bisschen revidieren, weil es ist einiges passiert und ich habe auch ein paar neue Erkenntnisse mir angeeignet und möchte gerne über die zentrale Leitfrage sprechen Zahlt die Krankenkasse Kasse, bald ein Fitnessstudio?

00:01:17: Speaker 1 Und ich freue mich sehr über meinen heutigen Gast, mit dem ich schon viele Anlauf, Termine, versuche für einen Termin hatte. Und jetzt? Endlich geklappt. Und zwar habe ich Professor Dr. Jörg Loth, Vorstand Sitzender von der Südwest und Professor an der DFB und Verbündeter der Fitnessbranche bei mir. Ja, hallo, grüße dich.

00:01:37: Speaker 2 Ja auch ein herzliches Willkommen von mir und vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich.

00:01:41: Speaker 1 Ich freue mich riesig darauf. Das ist endlich mal klappt mit uns beiden. Also ich glaube, alle, die die Fitness Management und Medical Fitness und oder auch die Hochschule aufmerksam verfolgen oder auch beim DSV, die kennen dich schon, aber vielleicht gibt es den ein oder anderen da draußen, der dich noch nicht kennen. Magst du dich einmal ganz kurz vorstellen?

00:02:01: Speaker 2 Ja, klar. Mache ich. Mache ich gerne. Ja, ihr Klotz und tu die IHK Südwest. Eine große regionale Krankenkasse hier mit einem großen Team verantworten. Und ja, bin seit du hast es gerade gesagt, seit immerhin schon zwölf Jahren hier an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement als Professor für Gesundheitsökonomie tätig. Eine Kombination, die wirklich richtig viel Spaß macht und die sich auch gegenseitig immer noch mal befruchtet.

00:02:34: Speaker 1 Super, genau. Und wir haben auch schon einige tolle Aktion gemeinsam gestartet. Die wollen wir heute zum Teil darauf eingehen, auch mit dem DSV gemeinsam. Aber vielleicht einmal zur Einordnung Ich möchte mal bei der IHK Südwest starten. Das ist ja eine sogenannte Landes unmittelbare Krankenkasse, eine also eine gesetzliche Krankenkasse, aber Landes unmittelbar. Und daneben gibt es ja noch die bundes unmittelbaren Krankenkassen.

00:02:58: Speaker 1 Was ist der Unterschied zwischen den beiden Systemen?

00:03:05: Speaker 2 Also alles sind gesetzliche Krankenkassen, sowohl die bundes unmittelbaren als auch die landes unmittelbaren. Aktuell gibt es noch rund 90 gesetzliche Krankenkassen und wir als EG Südwest sind also eine mittelgroße landes unmittelbare Krankenkasse. Da gibt es so Rankings eins ganz große, 90 oder aktuell noch 93 ganz klein. Wir sind dort auf dem Platz 24 und sind, wie du es gerade gesagt hast.

00:03:32: Speaker 2 Wir sind landes unmittelbar. Was heißt das? Wir sind eine Krankenkasse, die für drei Bundesländer. Wir sagen immer in Anführungszeichen zuständig ist, also ihre Versicherten betreut. Dass es einmal für Rheinland Pfalz, das ist das Saarland, und das ist das Bundesland Hessen. In diesen Ländern sind unsere Versicherten, und weil wir halt eben dort unser Tätigkeitsgebiet relativ gut abgesteckt haben, können wir natürlich auch sehr individuell auf unsere Versicherten, aber auch auf die Partner eingehen.

00:04:05: Speaker 2 Und formal hat diese Landes Unmittelbarkeit auch eine kleine Auswirkung. Die spürt aber nicht der Versicherte oder der Betrieb oder der Partner, sondern das ist eine interne Sache. Die wird aber auch immer mal diskutiert. Wir unterstehen sozusagen der Landesaufsicht. Die wird hier im Saarland vom saarländischen Gesundheitsministerium wahrgenommen. Hingegen die bundesweiten Kassen, die also für mehr als drei Bundesländer tätig sind, dann wird man automatisch Bundes unmittelbar.

00:04:35: Speaker 2 Da ist es Bundesamt für soziale Sicherung, in Bonn ist dort die Aufsichtsbehörde.

00:04:39: Speaker 1 Okay, super, dann erstmal herzlichen Glückwunsch zur Top 100 oder Top 24.

00:04:43: Speaker 2 24. Genau.

00:04:45: Speaker 1 Herzlichen Glückwunsch dazu und noch mal für mich zum Verständnis heißt also die Bundes unmittelbar an die werden dann quasi beim Carsten Linnemann, also im Gesundheitsministerium des Bundes untergestellt Und ihr seid aber ihr sprecht hier vor Ort mit den saarländischen Verantwortlichen.

00:05:00: Speaker 2 Also genau, Wir werden also hier vom saarländischen Gesundheitsministerium beaufsichtigt, die beispielsweise auch unsere Satzungen unserer Satzungsleistungen genehmigen müssen. Die unmittelbaren Kassen sind nicht unmittelbar bei Carsten Linnemann, sondern da gibt es eine Bundesmittel Behörde, das Bas, abgekürzt Bundesamt für Soziale Sicherheit. Das. Das ist ein Bonn, und das hat einzig und allein die Aufsicht über die bundes und mittelbaren Kassen zu führen.

00:05:26: Speaker 2 Das ist aber, wie gesagt, das ist eigentlich eine Formalie. Auf der anderen Seite für uns aber durchaus wichtig weniger die Aufsicht, sondern dass man sich ganz konkret konzentrieren kann auf ein regionales Gebiet. Und ja, wir haben ja auch hier, gerade auch mit dem Saarland haben wir ja auch ganz besondere regionale Voraussetzungen, die bei weitem, auch wenn es kleines Bundesland ist, nicht immer alles schlecht machen.

00:05:51: Speaker 2 Im Gegenteil.

00:05:52: Speaker 1 Das ist ja immer der schöne Vergleich. Das ist ungefähr so groß wie das Saarland. Stimmt, es ist bekannt als Vergleich.

00:06:00: Speaker 2 Wenn man wieder etwas brennt oder einen Ölteppich.

00:06:03: Speaker 1 Irgendwo. leider sichtbar ist. Waldbrände in Frankreich ungefähr so groß wie das Schlimmste. Soll man eigentlich lachen, aber Frage aber dazu, Das hat ja dann auch vielleicht ein paar. Oder habt ihr dadurch, dass ihr hier mit den Verantwortlichen im Saarland sprecht, habt ihr dadurch auch mehr Flexibilität? Oder auch wenn es darum geht, Projekte anzustoßen, dass ihr da dadurch einfach schneller oder agiler sein agieren könnt?

00:06:30: Speaker 2 Also wir spüren sehr, dass es Saarland aufgrund seiner Besonderheit sehr sehr kurze Wege hat, auch sehr kurze Distanzen hat, auch zu politischen Entscheidungsträgern, aber halt eben auch in die Wirtschaft rein. Man ist im Saarland hier gut miteinander vernetzt und das ist natürlich häufig eine ganz, ganz große Chance. Das erleben wir in größeren Bundesländern anders. Dort ist halt eben allein schon die räumliche Distanz, die größer ist und und da sage ich immer hier auch im Saarland, da gibt es einfach eine ganz große Chance, aufgrund dieser Situation, die ich gerade versucht habe zu beschreiben.

00:07:10: Speaker 2 Der eine oder andere sagt da immer schon mal mit einem Zwinkern im Auge Ja gut, das ist so ein bisschen Geklüngel im Land, sage ich ganz und gar nicht. Ich glaube, das ist durchaus ein Standortvorteil, auch um mal das eine oder andere auszuprobieren.

00:07:22: Speaker 1 Genau da kommen wir nachher noch drauf Fit machen Action und Co. Aber noch mal vielleicht ein bisschen populistischer gefragt Würdest du sagen, dass die KK Südwest mit ihren Gegebenheiten dann so eine Art gesundheitspolitisches Reallabor ist, wo man Dinge testen kann und wenn die funktionieren, die man vielleicht dann auch bundesweit ausrollen könnte.

00:07:44: Speaker 2 Das kann man absolut gut hier Vor allen Dingen. Wir sagen, gute Impulse kommen hier aus dem Land. Und ich will vielleicht mal ein Beispiel gerade machen. Wir haben hier an der DavPG, an der BSA seit Jahren schon die feste Überzeugung, auch aus verschiedenen Forschungsarbeiten, dass das Saarland alle Voraussetzungen mit sich bringt, um Pilotregionen für Gesundheit und Prävention zu werden.

00:08:11: Speaker 2 Die Überzeugung haben wir schon sehr lange und diese Überzeugung haben wir dann noch an die politischen Entscheidungsträger herangetragen. Und wir waren mit der damaligen Landesregierung war man da auch relativ weit gewesen, wo wir sagten Lasst uns die Chance des Saarlandes nutzen, um die Themen Gesundheit und Prävention viel stärker im Land zu verorten. Und was ist dann passiert? Dann kam Corona, dann kam Corona und sämtliche Ressourcen wurden an anderer Stelle benötigt.

00:08:38: Speaker 2 War ja auch klar. Wir haben uns gemeinsam hier als der SPD und BSA, aber auch Eka Südwest gefragt Was machen wir denn jetzt aus unserer Erkenntnis? Warten wir, bis die Pandemie vorbei ist oder starten wir schon mal? Und da haben wir gesagt okay, wir wollen starten. Dann halt eben nicht top down, sondern und haben deshalb einen Pilot Landkreis eine Pilotregion identifiziert.

00:09:02: Speaker 2 Und mit dieser Pilotregion, der ist jetzt gerade ein fünfjähriges Projekt zu Ende gegangen, mit sehr, sehr positiven Ergebnis, nämlich in der Form, dass die Themen Gesundheit so wichtig sind und die Infrastruktur, die wir im Projekt aufgebaut haben, die ist in die Linie überführt worden. Das heißt, auch das Personal, das im Projekt eingestellt war und sich auch um das Projekt gekümmert hat, ist jetzt sozusagen beim Landkreis in der Linie beschäftigt.

00:09:28: Speaker 2 Wir haben auch mehrere Pilot Kommunen, gerade auch im nördlichen Saarland. Mit Oberteil sind wir gerade eine Gemeinde Präventionskonferenz am Planen, weil halt eben auch Oberteil, eine Präventions und Pilotkommune werden will. Das sind Beispiele, die gehen hier im Saarland besonders gut. Aus den eben genannten Gründen. Und diese, dieses Nah Zusammensein nutzen wir auch an anderen Stellen, auch beispielsweise im Netzwerk Patientensicherheit.

00:09:57: Speaker 2 Dass wir hier als DFBG auch als EKG mit vielen anderen Akteuren aktiv bespielen. Und da ist echt die Besonderheit, dass glaube ich, schafft man echt nur hier. Da haben wir 22 Institutionen in diesem Netzwerk mit drin, also wirklich alle, die irgendwas mit Gesundheit zu tun haben. Ob es die Pflege ist, ob es die Bewegung ist, ob es Ernährung ist, ob es das Ministerium ist, ob es der medizinische Dienst ist usw usw Da haben wir wirklich alle zusammen.

00:10:27: Speaker 2 Und ich will an der Stelle nur sagen, da beschäftigen wir uns mit zwei Dingen, einmal mit der Patientensicherheit, um Fehler zu vermeiden. Das ist das eine. Was?

00:10:36: Speaker 1 Was heißt Patientensicherheit? Also im Prinzip, dass Standards eingehalten werden oder dass man auch Prozesse optimiert? Oder was genau ist damit gemeint?

00:10:44: Speaker 2 Ja, also Patientensicherheit hat zunächst das Ziel, alles daran zu setzen, das sogenannte Never events auch nicht eintreten. Also dass beispielsweise wir nennen das theoretisch vermeidbare unerwünschte Ereignisse. Das kann also mal.

00:10:57: Speaker 1 Die Begriff.

00:11:00: Speaker 2 Sseite sein.

00:11:01: Speaker 1 Den merke ich mir mal genau.

00:11:03: Speaker 2 Vermeidbare unerwünschte Ereignisse. Das kann die falsche Stelle sein. Es kann aber auch mal eine Allergie sein, die nicht beachtet wird.

00:11:10: Speaker 1 Rechtes Bein ist krank, linkes Bein wird.

00:11:12: Speaker 2 Genau genauso. Oder die Medikamente wird dann anstatt täglich anstatt wöchentlich wird die täglich verabreicht. Also das sind alles Dinge, die halt eben nicht passieren dürfen, aber immer schon mal passieren. Das ist sozusagen der, der eine Schwerpunkt des Netzwerks und der andere auch ganz ganz wichtig auch hier für unser Thema. Das ist die Frage Wie schaffen wir es, dass die Menschen gesundheits kompetenter werden?

00:11:42: Speaker 2 Also hört sich gerade so ein bisschen von oben herab, soll es aber gar nicht sein, sondern die Frage ist, was können wir tun, dass die Menschen merken, ich habe nur eine Gesundheit, das ist die meine und für die kann ich verdammt viel tun. Das ist die Arbeit, die uns im Netzwerk gemeinsam treibt.

00:11:56: Speaker 1 Das ist ein super spannender Punkt. Den Gedanken halten wir fest, weil da möchte ich nachher noch gleich zu sprechen drauf kommen und auch Danke für die kleine Geografie Stunde übers Saarland. Ich glaube, der eine oder andere Hörer hat jetzt ein paar neue Städte kennengelernt oder Regionen im Saarland. Genau. Ich möchte jetzt aber einmal einen Schwenk rüber machen zu unserer Fitness und Gesundheit sbranche.

00:12:16: Speaker 1 Und da hatten wir im März in Düsseldorf die Eckdaten Präsentation und ich fand deinen Vortrag sehr, sehr spannend, den du da gehalten hast. Und da möchte ich ein bisschen drauf eingehen. Vielleicht erstmal Einstiegsfrage Welche Rolle spielen denn Fitnessstudios? Also wir haben knapp 10.000 Fitnessstudios in Deutschland. Welche Rolle spielen die in der Prävention sstrategie? Wie? Wie siehst du das?

00:12:40: Speaker 1 Als jetzt in der Rolle als Vorstandsvorsitzender bei der IHK Südwest?

00:12:44: Speaker 2 Ja, wir haben ja nicht nur knapp 10.000 Betriebe oder Anlagen, sondern wir haben ja auch 12 Millionen Menschen, die in diesen Fitnessstudios trainieren. Genau das tun, weil ich eben gerade gesagt habe, etwas für ihre Gesundheit tun und zu erkennen, dass es halt eben auch wichtig ist dafür was zu tun. Denn viele Erkrankungen, auch das wissen wir, die sind vermeidbar.

00:13:06: Speaker 2 Und deshalb glaube ich an dieser Stelle sagen zu können, hat sich die Fitnessbranche, das sehen wir ja auch bei den Eckdaten immer noch mal hat sich in den letzten Jahren, jetzt bin ich auch schon einige Zeit mit dabei, aber wenn ich auch so die eigenen Anfänge mal in den 80er schauen, hat sich die Fitnessbranche ganz elementar entwickelt, positiv weiterentwickelt.

00:13:25: Speaker 2 Und das war aber auch wichtig. Und die Themen reines Krafttraining haben sich ja auch häufig jetzt dorthin entwickelt, dass eben auch Gesundheit ein wichtiger Fokus ist. Und deshalb sagen Wir sind die Fitnessstudio, die Fitness und Gesundheit Studios für uns wichtige Partner, mit denen wir auch, sage ich nachher auch noch gerne was dazu, mit denen wir auch schon seit vielen Jahren gut zusammenarbeiten.

00:13:54: Speaker 2 Und es ist halt eben, sage ich mal, die Infrastruktur, die wir in Deutschland wunderbar nutzen können, um die Menschen auch in Bewegung zu bekommen, um Kraft und Ausdauer zu vermitteln, aber in Teilen ja auch das Thema genauso wichtig gesunde Ernährung zu vermitteln. Und deshalb spielt die Fitnessbranche eine wesentliche Rolle. Und ich würde auch sagen, auch in der Prognose die Rolle, die nimmt auch an Bedeutung zu.

00:14:18: Speaker 1 Also das freut mich sehr zu hören. Und alle unsere Hörer da draußen, glaube ich, freut das ebenfalls. Jetzt will ich aber mal ganz konkret werden. Vielleicht gehen wir noch mal März diesen Jahres in Düsseldorf. Da hast du auch verschiedene Leistungen vorgestellt, die bereits übernommen werden können. Also Präventionskurse, dann Kachelatics, das glaube ich. Ein neues Programm ist, ähm, vielleicht einmal.

00:14:43: Speaker 1 Ich stelle zwei Fragen Wie funktionieren diese Programme? Und warum braucht es denn diese Programme? Was ja ein Umweg ist, weil man könnte auch sagen Liebe Leute, geht doch einfach ins Studio, meldet euch an!

00:14:57: Speaker 2 Ja, also alle diese Programme zielen natürlich natürlich darauf, die Menschen von der Gesundheitskompetenz zu motivieren, dass sie was für sich tun und dass sie aktiv vor allen Dingen auch eines erreichen, nämlich Krankheiten vermeiden. Und das ist was. Das ist mir wirklich zentral wichtig. Wir sind in Deutschland in unserem System ganz überwiegend auf Kuration, also auf Erkrankungen bekämpfen ausgerichtet.

00:15:22: Speaker 2 Und hier müssen wir um parken, hier müssen wir, ich sage immer umparken im Kopf. Wir müssen einfach weg von der. Wir müssen viel mehr investieren in Richtung Wie können Krankheiten erst gar nicht entstehen? Also Krankheitslast zu reduzieren, das ist genau die oder das Gebot der Stunde und das Ziel natürlich diese Programme auch drauf, dass man die Menschen, wie sagt man das neudeutsch so ein bisschen schubst und vielleicht auch mit finanzieller Unterstützung und sagt Mensch, tu doch was für dich.

00:15:53: Speaker 2 Und so haben die Programme die verschiedenen Handlungsfeldern der Prävention ja auch mit im Portfolio. Das ist die Bewegung Zum einen ganz wesentlich. Es ist die Ernährung auch ganz wichtig, aber auch Themen wie psychische Gesundheit oder halt eben auch umgehen mit Süchten. Und damit sehen wir, das sind bei weitem nicht nur die stofflichen Süchte, sondern halt eben zunehmend gerade auch bei den Kindern und Jugendlichen auch digitale Süchte.

00:16:20: Speaker 2 Also um diese Handlungsfelder abzudecken. Dafür gibt es diese Präventionsprogramme, die wir als eGK Südwest haben, die aber auch die gesetzlichen Krankenversicherungen insgesamt haben. Und ja, dann schauen wir natürlich auch, wie können wir es auch ermöglichen, dass der ein oder andere auch diese Infrastruktur, von der man eben gesprochen haben, 12 Millionen trainieren. Da aber auch 10.000.

00:16:44: Speaker 1 Noch mal eine kleine Ergänzung Wir haben ja zwei Zahlen, die 12,5 Millionen, von denen du sprichst. Und dann haben wir noch die über die Aggregatoren, über diese Netzwerke. Und wenn du wirklich drauf gehst, wie viele Menschen kommen, sind das 14 Millionen sogar. Aber die sind kein Mitglied, die sind kein Mitglied, die gehen über Arbeitgeber Programme. Kommen die zusätzlich noch zu den.

00:17:03: Speaker 1 Also zu den 12,5 kommen noch mal 1,5 Millionen.

00:17:07: Speaker 2 Dazu habe ich auch was.

00:17:08: Speaker 1 So 14 Millionen.

00:17:10: Speaker 2 Sehr sehr gut. Ja und wenn wir einfach mal sehen, wir haben 80 Millionen Einwohner, Jetzt müssen wir davon ja auch ein Teil abziehen. Die ganz Jungen, die ganz, die die Kleinkinder, aber natürlich auch die Hochaltrigen. Und dann ist das ja schon eine Quote, die wirklich absolut beachtlich ist. Und deshalb sage ich auch, ist auch die Fitnessbranche für uns ein wichtiger Partner.

00:17:35: Speaker 2 Und diese Bonusprogramme oder halt eben auch die unmittelbaren Leistungen, wie beispielsweise Präventionskurse, die führen wir teilweise auch in Fitness und Gesundheit sstudios durch. Und du hast eben dies angesprochen. Ja, das ist sozusagen ein Programm für diejenigen, die tatsächlich was für sich tun und damit wir auch diejenigen, die halt eben dann systematisch trainieren. Und das ist halt eben auch wichtig, denn einzusteigen ist das eine zu sagen Ich habe es geschafft, ich muss was für mich tun.

00:18:11: Speaker 2 Aber das heißt noch nicht, dass die Menschen auch dranbleiben. Und dieses Dranbleiben wollen wir halt eben auch mit diesen Programmen auch finanzieren. Denn eines und lasst mich das auch in der Offenheit auch noch mal hier in die Zuhörerschaft sagen, was wir halt eben nicht dürfen, dass wir unmittelbar Mitgliedschaftsgebühren finanzieren mit GKV Mitteln, weil das sieht halt eben der Leitfaden des GKV Spitzenverband ist nicht vor.

00:18:37: Speaker 2 Oder anders ausgedrückt. Er schließt es ausdrücklich aus.

00:18:39: Speaker 1 Das ist explizit ausgeschlossen. Also der Satz steht drin, die Mitgliedschaft ist explizit geschlossen. Aber haben wir ja was vor, dass wir das vielleicht mal auch ändern können. Eine Frage wollte ich dich vorher nicht unterbrechen. Persönliche Frage Stört es dich, dass man die Sozialversicherung träger als Krankenkasse bezeichnet? Oder ich sage mal, eine Alternative könnte auch die Gesundheitskasse sein. Jetzt gerade, wenn du sagst weg von der Corazon hin zur Prävention Oder ist das einfach ein Begriff, der sich damit hat?

00:19:13: Speaker 1 Krankenkasse?

00:19:14: Speaker 2 Ja, also ich würde mal sagen Krankenkasse, das beschreibt es eigentlich, beschreibt natürlich das, was die Menschen darunter verstehen, was es ja auch in den letzten 150 Jahren ja auch immer noch mal warm. Es gibt ja auch Mitbewerber, die nennen sich die Gesundheitskasse. Das hört sich sicherlich ein Stück weit auch moderner an und würde ich aber eher jetzt in die in die Ecke auch des Marketings einordnen.

00:19:38: Speaker 2 Krankenkasse genauso wie Rentenversicherung oder auch Berufsgenossenschaft für die Unfallversicherung sträger sind halt eben die tradierten Namen. Nein, stört mich nicht, aber es kommt darauf an, was man daraus macht.

00:19:52: Speaker 1 Genau, und das ist ja der Punkt, warum wir heute eigentlich sprechen. Noch mal ganz kurz zu dem Programm Wenn ich jetzt alle Programme nutzen wollen würde oder das auch machen würde, was für ein Betrag pro Versicherten oder pro Trainierenden, würde im Jahr ungefähr zusammenkommen.

00:20:11: Speaker 2 Jetzt bei uns, bei der.

00:20:12: Speaker 1 Aktuellen genau aktuell, also roundabout.

00:20:15: Speaker 2 Genau. Also wir haben dort einmal die Präventionskurse. Wir haben ika Rücken stark, wir haben aber auch Kacheletics und darüber hinaus auch noch das ein oder anderen Bonusprogramm. Und wenn ich es jetzt mal so ganz grob überschlage und rechne, würde ich sagen, da sind wir fast jährlich gesehen bei einem vierstelligen Betrag, der dort zusammenkommt. Wow.

00:20:39: Speaker 1 Weißt du, was der durchschnittliche Beitrag pro Mitglied pro Jahr ist? Netto in der Fitnessbranche.

00:20:45: Speaker 2 Ja, ich würde jetzt mal irgendwo so bei zwischen 40 und 50 € anlegen.

00:20:49: Speaker 1 Genau pro Monat und pro Jahr pro Jahr sind wir dann irgendwo bei 500 € bisschen drüber. Das heißt ihr also, mit dem Programm kann man sogar mehr Leistungen oder ist ein höherer Nettobetrag für Leistungen, die quasi rückerstattet würden, als tatsächlich die Leute zahlen? Das ist quasi heute schon, wenn man alles nutzen würde.

00:21:10: Speaker 2 Wenn wenn man alles nutzt und manches kann halt eben auch, wie beispielsweise die Präventionskurse, da gibt es zwei 150 €, da kann ich aber halt eben nur zwei im Jahr nutzen. Aber wir haben es jetzt ja auch auf Jahre sbasis ja auch bezogen, und das kann man natürlich auch in den nächsten Jahren auch immer noch mal nutzen. Und das ist wirklich schon eine ganze Menge.

00:21:31: Speaker 2 Und wenn man das umlegt, und das ist auch das, wofür ich auch stehe, was ich mir auch so sehr gut vorstellen kann, dass man irgendwann auch dahin kommt, dass man den Menschen ein Budget gibt und die Menschen sagen, ich nutze dieses Budget im Sinne qualitäts gesicherter, evidenzbasierter Angebote und mache da was daraus, was für mich am besten ist, was mir am meisten Nutzen bringt, das können Sie und Zielbild sein, aber können wir nachher vielleicht auch noch vertiefen.

00:21:59: Speaker 1 Auf jeden Fall super an euch alle da draußen. Wenn ihr Interesse habt, euch darüber zu informieren, schreibt uns ein Mail an Podcastfitnessmanagement, oder Ja, ich glaube, du bist auch in Mannheim. Kann man, kann man den Jörg auch persönlich treffen und sich da mal austauschen? Ähm, ich möchte meinen kleinen Exkurs machen, bevor wir darauf gehen. Zukunft und zwar oder ist auch ein Thema Zukunft.

00:22:22: Speaker 1 Und zwar die neue Studie Generation Ü. Warum beschäftigt euch als Krankenkasse damit? Oder vielleicht für die Zuhörer noch mal, Wenn ihr da mehr wissen wollt, folge mit Sarah Kobel oder Aufstiegs von Chris. Damals schon viel drüber geredet. Aber zu dir Jörg, warum hat die Exit West gesagt, wir wollen uns das näher anschauen? Also auch in Bezug zu vorhin, was du gesagt hast, diese Kompetenzen, was jetzt nicht Oberlehrer meisterlich sein soll, aber einfach mal diesen Status quo an den Kompetenzen in Bezug auf Fitness und Gesundheit zu fragen Warum habt ihr, warum habt ihr das gemacht?

00:22:57: Speaker 2 Ja, kann man ja auch sagen. Generation ist ein ein Verein hier aus dem Saarland und die Verantwortlichen sind irgendwann in uns herangetreten und haben gesagt Dürfen wir euch das mal vorstellen? Ich konnte mir ehrlich gesagt unter Generation Y auch nur bedingt was drunter vorstellen.

00:23:16: Speaker 1 Die gibt es ja auch so, also das ist ja einfach nur Menschen, über 60.

00:23:21: Speaker 2 Menschen, über 60, die noch beruflich aktiv sein wollen. Und der Verein hat halt eben auch die Aufgabe, diese Menschen dann auch zu vermitteln mit sinnvollen guten Rahmenbedingungen. Fand ich sehr spannend, haben wir vorgestellt bekommen und haben dann auch gesehen. Hier ist zum einen ganz viel Potenzial. Wir reden von der 60, von der Generation. Ist das überhaupt die Generation, die man mit einem Begriff oder sozusagen auch in ein Cluster ziehen kann?

00:23:51: Speaker 2 Oder was steckt dahinter? Das ist das eine. Zum Zweiten ist es natürlich auch unsere Aufgabe zu schauen, was können wir tun, dass auch die älteren Menschen, also es gibt ja auch Lebensphasen Modell gesund älter werden nennt sich das. Wie können die älteren Menschen zum einen gesund bleiben? Wie können sie auch noch beruflich aktiv bleiben? Und wie können sie auch selbstbestimmt im Alter bleiben?

00:24:15: Speaker 2 Also das sind Themen, die wir ohnehin haben, die wir auch bedienen. Und deshalb war es für uns ganz spannend, In diese Schublade nenne ich jetzt mal im positiven Sinne in diese Schublade 60, wo wir alle drin haben, da einfach mal reinzuschauen. Und deshalb haben wir hier gemeinsam mit der DFB gehen Projekt auf den Weg gebracht und haben 3400 Versicherte befragt nach ihren Wünschen, nach ihren Vorstellungen, nach ihren Motiven, um einfach auch mal zu schauen, wie kann man die vielleicht so ein Stück weit auffächern.

00:24:49: Speaker 2 Diese Generation 60, und da haben wir in der Tat, da haben wir spannende Einblicke bekommen.

00:24:56: Speaker 1 Okay, wenn ich. Klasse. Was hat dich, wenn du sagst spannende Einblicke? Gab es Ergebnisse, wo die ich total überrascht haben, Wo du gesagt hast. Wow, Hätte ich jetzt so nicht gedacht.

00:25:06: Speaker 2 Ja, die Gruppe der über 60-jährigen ist verdammt härter ogen und das haben wir auch in der Studie vom Studiendesign.

00:25:14: Speaker 1 Also das heißt, die Aussage die Älteren ist falsch.

00:25:18: Speaker 2 Die gibt es.

00:25:18: Speaker 1 Nicht, die gibt es nicht, Es gibt die Älteren, nicht.

00:25:20: Speaker 2 Die Älteren in dieser Absolutheit gibt es nicht. Ich glaube, das merken wir auch, wenn wir bei uns im eigenen Umfeld uns umschauen. Da gibt es Menschen, die sind mit 70 Jahren total fit und vital und optisch. Vielleicht sind die nach 50 aus und es gibt noch andere, wo man dann schon durchaus das eine oder andere dann auch an Last noch mal ansieht.

00:25:43: Speaker 2 Und ja, wir haben echt gesehen, dass diese Zielgruppe, die ist völlig heterogen und haben ja auch versucht, dann sozusagen Schubladen, Schubladen oder Cluster genannt, dafür zu bilden. Und das haben wir auch getan. Ich will vielleicht mal die die Range ganz kurz vorstellen. Da haben wir einmal ganz, ganz, ganz oben hätte ich fast ganz am Anfang die vitalen Allrounder, das sind diejenigen, die zwar in den Ruhestand gehen müssen, die aber noch fit sind, die beruflich noch weiter arbeiten möchten, die auch sozial gut integriert sind, vielleicht auch ehrenamtlich engagiert.

00:26:23: Speaker 2 Das ist die eine Gruppe. Und dann haben wir auch also primäre, eine sekundäre und eine herzliche Gruppe. Und dann haben wir auch sozusagen die entschleunigten Ruheständler, finde ich einen ganz, ganz.

00:26:34: Speaker 1 Sehr schöne Namen.

00:26:35: Speaker 2 Finde.

00:26:35: Speaker 1 Ich auch schöne Clustern.

00:26:37: Speaker 2 Finde ich. Finde ich auch. Der entschleunigte Ruheständler, um es kurz zu beschreiben, ist derjenige, der vielleicht noch aktiv sein will, der aber dann schon eine gewisse Krankheitslast hat und nicht mehr so aktiv sein kann, wie er es denn gerne möchte und vielleicht auch sozial weniger gut eingebunden ist und auch von seinem Wohnumfeld weniger soziale Kontakte hat. Und ja, das sind genau die beiden Cluster.

00:27:04: Speaker 2 Und was folgern wir daraus? Die Bedarfe und die Bedürfnisse dieser Menschen in den einzelnen Clustern sind völlig unterschiedlich. Und die gilt es an dieser Stelle auch für uns als Südwest, als gesetzliche Krankenversicherung zum einen zu kennen und dann natürlich was daraus auch zu machen, denn die Angebote müssen halt eben genau auf diese Bedürfnisse und Bedarfe auch zugeschnitten sein.

00:27:29: Speaker 2 Deshalb Du hast es gesagt, die 60 gibt es nicht. Und wenn jetzt würde eine Krankenkasse hingehen oder auch ein Fitness und Gesundheit Studio hingehen und würde sagen, wir machen jetzt einfach ein Angebot für die Gruppe Fitness 60 plus, dann kann das nicht funktionieren, weil die Bedarfe sind völlig unterschiedlich. Und das ist sozusagen die Conclusio daraus, dass man auf diese Bedarfe auch individuell eingeht und hier ein ganz individuelles Angebot schafft, damit es auch gelingt, dass diese Menschen, die häufig ja auch zum Thema Zivilisationskrankheiten haben wir hier auch mal ein Herausgeber Werk uns gewidmet, das diese.

00:28:08: Speaker 1 Link ist in Notes. Das sehr guter Punkt packe ich mit rein. Tolles Buch, sehr.

00:28:13: Speaker 2 Sehr schön. Kleiner kleiner Werbeblock, weil uns das in der Tat am Herzen liegt. Denn um hier auch zu sagen 80 % der Zivilisation serkrankungen aus Diabetes mellitus Typ zwei, Bluthochdruck, Adipositas, Fettstoffwechselstörungen usw 80 % der Erkrankungen sind vermeidbar. Das müssen wir uns immer noch mal vor Augen führen. Und ich sage immer Mensch für alles das, wo ich doch was tun kann, dass eine Erkrankung nicht eintritt oder wenn sie eingetreten ist, dass ich es sozusagen besser managen kann, das soll ich doch alles dafür tun.

00:28:46: Speaker 2 Und das ist bei den 60er ist das genauso. Auch dort gibt es dieses Potenzial, bestehende chronische Erkrankungen zu reduzieren. Und da muss halt eben das Angebot genau ausgerichtet sein.

00:28:57: Speaker 1 Wenn ich es super spannend. Ich nehme mal zwei Sachen mit. Also wenn jetzt ein Herr Merz sagt, die Menschen sind faul und wollen nicht arbeiten, dann ist das auch falsch. Also selbst die, die nicht mehr, also das sind ja dann auch Menschen, die auch schon im Rentenalter sind, die sagen, ich möchte noch eine Aufgabe haben und ich bin auch bereit, noch zu arbeiten, wenn ich es richtig verstehe.

00:29:18: Speaker 2 Absolut. Das ist, wie wir es nennen, die gesellschaftliche Dimension, die du ansprichst. Die einen, die wollen noch tatsächlich arbeiten. Vielleicht auch, weil sie noch zusätzliche Einkommen brauchen. Es gibt andere, die sagen Mir geht es nicht mehr ums Geld. Ich will aber noch irgendwas mit sinnstiftender Tätigkeit tun, um vielleicht auch für mich dort eine gewisse, ja einen gewissen Wert immer noch mal zu erkennen.

00:29:43: Speaker 2 Eine Wertschätzung zu haben, die sich vielleicht ehrenamtlich engagieren, die unsere Vereine am Laufen halten oder die auch gerade jetzt beim Aufwachsen der Kinder mit unterstützen. Also da gibt es die unterschiedlichsten Motive und wir haben auch gesehen in der Studie, dass rund 1/3 aller 60er der Befragten, dass die sagten Ich will schon noch was machen. Ich will nicht nicht den ganzen Tag zu Hause sitzen, sondern ich will irgendwas noch machen, was mir Wertschätzung gibt, was sinnstiftend ist.

00:30:15: Speaker 2 Ja, vielleicht auch, um dann noch ein paar Euro dazu zu verdienen.

00:30:17: Speaker 1 Super spannend, Liebe Grüße nach Berlin, Herr Merz. Wir haben am 5. November eine Veranstaltung, zu der Sie herzlich eingeladen sind. Einladung folgt.

00:30:27: Speaker 1 Zweiter Punkt Conclusio Das heißt dann aber auch für die Fitness und Gesundheit sbranche Wenn wir jetzt Seniorenprogramme machen oder Programme für Ältere, dass das eigentlich der falsche Weg ist, weil die individuell angesprochen werden müssen. Also wir können nicht pauschalisieren. Du hast jetzt das 60. Lebensjahr erreicht. Herzlichen Glückwunsch und jetzt ist das dein Fitnessprogramm. Das ist dann auch nicht der optimalste Weg, wenn ich dich richtig verstehe.

00:30:50: Speaker 2 Der ist nicht nur nicht optimal, sondern aus meiner Sicht ist der auch nicht erfolgversprechend. Weder für den Anbieter und erst recht nicht für denjenigen, der sagt Ich gehe noch mal in dem Alter auch in den Fitnessstudio rein. Denn hier ist es ganz, ganz wichtig, dass wir individuell den Bedarf ermitteln über eine gute Eingangsanalyse, indem man natürlich auch Qualitäts gesicherte Programme haben.

00:31:11: Speaker 2 Das ist es. A und O auch für die Fitnessbranche, die auf wissenschaftlicher Basis evidenzbasiert funktioniert und eben auch einen Leitfaden haben, der abgestimmt ist, der eine gewisse Gesundheitskompetenz beinhaltet und halt eben auch ein individuelles Training. Ich muss auch gerade bei diesen Menschen immer noch mal schauen Muss ich mein Training, Muss ich das anpassen und muss ich hier vielleicht nachsteuern Muss ich einen neuen Trainingsplan erstellen?

00:31:44: Speaker 2 Muss ich vielleicht mit den Methoden noch mal ein Stück weit arbeiten? Und vor allen Dingen auch wichtig, dass wir hier auch gut dokumentieren, was ist gemacht worden? Und eines, das ist mir wichtig und das haben wir auch gesehen. Wir dürfen nicht verkennen, dass gerade die Menschen mit über 60, dass die durchaus ja schon eine Hürde nehmen müssen, um zu sagen ich gehe jetzt regelmäßig, weil das ist wichtig.

00:32:08: Speaker 2 Ich gehe regelmäßig in ein Fitnessstudio rein und trainiere dort, wenn sie halt eben dort auch mit 20 oder 25-jährigen an irgendwelchen Geräten sind. Das ist ja an der Stelle klar, dass die Leistungsfähigkeit, aber vielleicht auch das körperliche können. Vielleicht auch, sage ich mal, die psychische Kompetenz, die physische Fähigkeit nicht mehr so ist, als wenn jemand 40 Jahre jünger ist.

00:32:32: Speaker 2 Und ich glaube, auch darauf muss man sehr individuell eingehen und schauen, wie man das am besten hinbekommt. Aber wir haben auch die vitalen Allrounder, die mit 60, die irgendwo Halbmarathon und Marathon laufen. Die gibt es natürlich auch und die haben einen anderen Bedarf als wie derjenige, der sagt Ich habe jetzt ein Leben lang keine Zeit gehabt und jetzt bin ich im Ruhestand und jetzt tue ich was für mich.

00:32:53: Speaker 2 Das muss halt eben an der Stelle der Branche auch gelingen. Ein individuelles ist auch sogar ein Maßgeschneidertes Angebot zu haben.

00:33:00: Speaker 1 Ich finde das sehr spannend, auch für die Eckdaten Studio, weil wir haben ja diese Positionierungskategorien, also Lifestyle orientiert, Trainings orientiert, leistungsorientiert, gesundheitsorientiert. Und eigentlich ist ja die diese Zielgruppe passt ja überall rein, sofern das Programm da ist. Von daher auch da ein Umdenken. Also die 60 plus Generation nenne ich sie mal, gehört nicht nur in den Studios, die gehört in alle Studios, nur die Programme müssen eben entsprechend geschaffen werden.

00:33:29: Speaker 2 Und wenn ich vielleicht noch gerade das einfügen darf es hat natürlich neben der eben schon genannten gesellschaftlichen Perspektive hat es natürlich auch eine ökonomische. Wenn es uns gelingt, dass auch die ältere Generation weniger stark krank wird oder vielleicht Erkrankungen erst später eintreten, idealerweise sogar ganz vermieden werden, dann hat das ja natürlich auch Auswirkungen zunächst mal auf den Einzelnen selbst Eine höhere Lebensqualität.

00:33:55: Speaker 2 Ja, sage ich mal, gesund älter werden, selbstbestimmt leben. Aber es hat natürlich auch Auswirkungen auf die Solidargemeinschaft, weil das ist ja eine gesetzliche Krankenkasse, eine Solidargemeinschaft aus Versicherten und Arbeitgebern. Und die Krankheitskosten, die erst nicht entstehen, braucht diese Solidargemeinschaft auch nicht zu finanzieren. Also ich glaube, bei allem darf man das auch nicht aus dem Blick verlieren, denn ich habe es eingangs schon mal gesagt Wir müssen an dieser Stelle umdenken, umparken im Kopf.

00:34:22: Speaker 2 Wir können auch die Kosten für Krankheiten zu bekämpfen. Die können wir uns so zukünftig nicht mehr leisten. Das wird nicht mehr funktionieren, egal wie man es tun. Ob man jetzt mit dem Beitragssatz, Stabilisierungsgesetz da noch mal so ein paar kleine Lästerchen auf die Wunde aufkleben. Das wird perspektivisch nicht reichen. Und da ist gerade jetzt auch bei dieser Generation anzusetzen aus meiner Sicht.

00:34:46: Speaker 2 Das ist ganz wichtig, ohne dass man die anderen Lebensphasen, gerade auch die Kinder, gesund aufwachsen. Ganz wichtig, aber auch gesund leben und arbeiten betriebliches Gesundheitsmanagement, ohne dass man die außer Acht lassen. Aber hier anzusetzen. Und ich glaube, hier gibt es auch noch weniger, weniger Angebot. Das ist hoffentlich was, was aus dieser 60 Studie auch rausgearbeitet wird. Ja, und wir stellen sie ja auch beim Aufstieg skongress in Mannheim vor, am Vor Kongress am Donnerstag.

00:35:14: Speaker 1 Das ist Balsam für die Seele. Jörg Ich liebe unser Gespräch und jetzt vielleicht auch gerade noch mal ein paar Zahlen dazu. Also eine vorhin von diesen 12,5 Millionen Mitgliedern oder 14, wenn man die Aggregatoren dazu zählt, das sind so 20 % der Bevölkerung. Wenn wir jetzt in die Babyboomer Generationen gehen, dann sind wir so gerade bei 10 %. Marktdurchdringung und Babyboomer sind ja plus stumme Generation, Das ist ja dann die Generation Y.

00:35:39: Speaker 1 Also da ist viel Potenzial da. Ich möchte das noch mal auf die eine. Also wir als Fitnessbranche machen uns auch viele Gedanken dazu. In den Corona hatten wir auch eine große Kampagne gestartet. Wir sind Teil der Lösungen. Dann gab es Aussagen Wir sind systemrelevant. Das ist vielleicht im Kontext was anderes gemeint, aber wir sind gesundheits relevant. Oder wir sind Teil des Gesundheitssystem.

00:36:01: Speaker 1 Das ist das, was die Fitnessbranche gerne von sich oder nicht nur gerne, sondern auch aktiv sagt. Eher im Marketing sprechen. Natürlich gedacht. Wie würdest du das als Krankenkassenvorstand einschätzen? Sagst du Ja, seid ihr bereits oder sagst du, den Status muss man erst noch verdienen? Oder vielleicht gibt es noch paar andere Kriterien, die dir wichtig wären, jetzt aus deiner Rolle als Krankenkasse Vertreter.

00:36:29: Speaker 2 Also ich glaube, es ist sehr schwer ist pauschal zu beantworten. Eines ist klar, das haben wir eben ja schon mal herausgearbeitet. Aufgrund auch der genannten Zahlen ist die Fitnessbranche Fitness und Gesundheit sbranche ein ganz, ganz wesentlicher Player, auch für uns als Krankenkassen. Auch um diese Ziele, das Umparken im Kopf auch zu erreichen. Und der hat auch die Fitnessbranche in den vergangenen Jahren sehr, sehr hart an sich gearbeitet, um sich dorthin zu entwickeln.

00:36:58: Speaker 2 Und auf die Frage hin. Ich glaube, man kann nicht sagen, wenn man jetzt irgendwo sich ein Schild über die Eingangstür klebt Ich bin jetzt Fitness und Gesundheit Studio nach höchsten Anforderungen. Das wird sicherlich nicht funktionieren, denn der Inhalt ist entscheidend. Und deshalb kann ich es an dieser Stelle auch wirklich gerne betonen. Für uns als Krankenkasse ist es wichtig, dass wir tatsächlich die Guten auch in der Partnerschaft haben und die guten, das heißt wirklich qualitäts gesicherte Arbeit, die dort geleistet wird, evidenzbasiert zu arbeiten, zielgruppenorientiert.

00:37:34: Speaker 2 Wir haben gerade eben über die 60 gesprochen, das ist ganz wichtig. Und dazu gehören einfach qualifizierte, eine qualifizierte Infrastruktur, ich nenne es mal so und qualifizierte Infrastruktur. Ja, was fällt mir am ehesten dort ein? Natürlich auch qualifiziertes Personal. Ich glaube, da leisten wir hier auch in Saarbrücken an der DFB und BSA ja auch einen wesentlichen Beitrag dazu, dass die Menschen in den Studios mit akademischen Graden auch ausgestattet sind und halt eben tatsächlich die neuesten Kenntnisse und Wissen haben.

00:38:09: Speaker 2 Also das ist ganz, ganz wichtig und natürlich auch die Infrastruktur des Studiums, die gehört da auch noch mal dazu. Und wenn diese Punkte erfüllt sind, dann glaube ich, kann man hier sehr wohl von einem Partner reden, der für uns als GKV auch guten Gewissens als Partner ausgewählt und dann auch entsprechend unterstützt werden kann. Wenn es natürlich eine Einrichtung ist, der das nicht so wichtig ist, dann, ja dann glaube ich, wird es problematisch.

00:38:40: Speaker 2 Denn an der Qualitätssicherung einfach auch kein Weg vorbei und auch Leitfaden gerecht zu arbeiten. Also das sind einfach die Basics und das muss erfüllt sein. Damit wir hier auch sagen ja, das ist ist ein Partner, dem wir auch vertrauen können. Aber ich will es nur mal abschließen und sagen, der ist schon ganz, ganz viel passiert in den letzten Jahren.

00:39:02: Speaker 2 Und ich glaube, da bist du, der bist du ja auch der Insider. Es sind auch immer mehr Anbieter, die diesen Weg ja auch gehen wollen.

00:39:09: Speaker 1 Ja, auf jeden Fall. Das ist auch, was wir proklamieren. Also wir haben ungefähr die Hälfte der Studios, sind als Gesundheits Studio, also Selbsteinschätzung, positionieren sich da und wir sagen so der Name ist der Name, aber der Inhalt muss passen. Also selbst wenn du dich so nennt, aber du stellst einfach nur Kaffeemaschinen hin, dann bist du halt kein Gesundheits Studio.

00:39:30: Speaker 1 Du musst. Das Konzept muss halt auch darauf abzielen.

00:39:33: Speaker 2 Absolut und gerade auch für die Menschen, die vielleicht auch schon mit echten Problemen kommen und sagen Ich tue begleitend jetzt noch Kraft und Ausdauertraining machen. Die muss ich halt besonders abholen. Und da hilft es halt eben nichts zu sagen, Hier sind die Maschinen, hast einen Chip und leg mal los, sondern hier brauche ich wirklich den QualitätsGesicherten Trainingsplan. Hier brauche ich auch die Expertise des Personals, das es wirklich so wichtig.

00:39:57: Speaker 2 Aber kann dann noch mal sagen, wir sehen da wirklich ganz, ganz tolle Einrichtungen und ja, da sind auch alle eingeladen. Wir hatten ja auch in der Vergangenheit das Thema Präventionskurse für in den Einrichtungen durchzuführen. Auch das ist was, was wir ja auch gemeinsam, ich sage es mal gemeinsam auch mit dem DSV ja auch getriggert haben, um eben dann auch ZPP geprüfte Programme, das ist die zentrale Prüfstelle für Prävention, diese Programme auch anzubieten.

00:40:23: Speaker 2 Ich glaube, das ist auch ein ganz guter Einstieg nach wie vor oder vielleicht auch eine gute Parallelität, um das Thema Kraft und Ausdauer dann eben auch in den Studios trainieren zu können.

00:40:32: Speaker 1 Auf jeden Fall für euch da draußen noch mal ein wichtiger Termin vor dem Aufstieg skongress an einem Donnerstag. Das ist der 8. Oktober. Da findet das sogenannte Experten Symposium statt, wo es genau um diese detailliert gerade geht, was den Anforderungen. Von daher auch wenn ihr dort vorbeischauen möchtet, Jörg wird auch da sein. Ich auch. Wird auch noch ein spannendes Event.

00:40:55: Speaker 1 Also auf jeden Fall mal reingucken. Jörg Ich möchte noch mal ganz kurz ins Jahr 2022 springen zur Fitmachaktion. Aber jetzt wirklich kurz abhandeln, weil ich möchte den Fokus gerne nach vorne richten. Auf auf die Zukunft und das neue Projekt, was wir gemeinsam stemmen wollen. Kurz zur Fitmach Aktion Wir hatten 1000 Personen, die kein zu diesem Zeitpunkt keinen Sport, keine Bewegung, kein Fitnessstudio gemacht habe und haben die reingeholt.

00:41:25: Speaker 1 Da ist mal Frage wie hattet ihr damals diese Personen aktiviert, dass die an der Studie teilnehmen, an dieser Aktion?

00:41:33: Speaker 2 Also ich glaube, ich darf sagen, ohne zu sehr aus dem Nähkästchen zu plaudern, Diese Idee ist auch hier im Hause entstanden, nämlich gemeinsam mit der damaligen Gesundheitsministerin und 2022. Was war es für eine Zeit? Wir waren inmitten von Corona gewesen.

00:41:49: Speaker 1 Da war Quartal eins. War noch diese ganze Corona Tests und Status G3, G2 usw.

00:41:56: Speaker 2 Genau. Und vor allen Dingen vieles war geschlossen, vieles war nicht möglich vereinssport usw war nicht möglich. Mit der Fitnessbranche hat man ja dann auch die eine oder andere Wellenbewegung damit gemacht. Und das war sozusagen genau der Punkt, wo wir gesagt haben, jetzt gerade in der Zeit, wo so vieles nicht möglich ist, wollen wir einfach den Menschen eine systematische Bewegung und etwas für sich, für die Gesundheit zu tun, ermöglichen und hatten deshalb diese Fitid Mach Aktion ins Leben gerufen.

00:42:27: Speaker 2 Und ja, wie haben wir es? Wir haben was getriggert. Ich glaube, das war irgendwie so eine Gemeinschaftsaktion geworden. Also es war ja einmal hier. Die beiden Unternehmen beschäftigt damit, es war die PUK IS Verein für Prävention und Gesundheit im Saarland, bei dem auch sämtliche Krankenkassen noch mal Mitglied sind. Also als Kassen haben wir da sozusagen das Ganze auch über die Pokis ein Stück weit administriert Es war die Landesregierung, Gesundheitsministerium war mit dabei und alle hatten irgendwie Spaß und hatten auch Lust und haben gesagt, das kriegen wir irgendwie hin.

00:43:01: Speaker 2 Und dann haben wir es über die verschiedenen Kanäle.

00:43:04: Speaker 1 Und es waren ja alle gesetzlichen Krankenversicherung, also die namhaften waren dabei, was ja auch eine Besonderheit ist, weil ihr ja schon, also das ist ja auch ein Wettbewerb, sage ich mal bei den gesetzlichen Und dass man zusammenzieht und gemeinsam so was macht, ist ja auch schon eine Besonderheit.

00:43:18: Speaker 2 Ja, absolut. Genau der der Kassenwettbewerb, den gibt es im richtigen Leben, völlig klar, der wird auch manchmal. Wird ja auch ein bisschen härter ausgefochten. Aber an der Stelle war klar Wir tun es gemeinsam. Und es waren wirklich alle Kassen hier im Saarland mit dabei. Wir haben es gemeinsam getragen. Wir haben es auch gemeinsam promotet über die verschiedenen Kanäle.

00:43:37: Speaker 2 Und ich glaube, es war weniger eine Aktion. Es war schon fast eine Bewegung gewesen, eine Bewegung, die man nach vorne gebracht haben. Und jetzt habe ich die Ergebnisse nicht mehr genau im Kopf. Aber die Ergebnisse waren ja wirklich schon echt elementar gewesen. Das war schon richtig.

00:43:53: Speaker 1 Ich schmeiße gerade mal rein, ich habe die mir noch mal notiert. Also vor Projektbeginn waren es ungefähr 6 %. Also immer wo Bewegungsempfehlung, das war der Standard, der Goldstandard. 6 % haben den erfüllt, nach vier Wochen waren es 53 % und nach acht Wochen waren es immerhin noch knapp 50 %. Also mal ist von sechs auf 50 % der Menschen bekommen, die auf einmal die WHO Empfehlungen regelmäßig umsetzen.

00:44:19: Speaker 2 Genau wo Empfehlung für Kraft und Ausdauer.

00:44:22: Speaker 1 Für Kraft und Ausdauertraining.

00:44:24: Speaker 2 Und wird mir jetzt gerade selbst mal noch mal bewusst. Jetzt auch mit so einem gewissen Abstand dazu, was dort einfach geschaffen worden ist. Auch in der in der Branche von sechs auf 50 plus Cent. Und das innerhalb von zwei Monaten, acht Wochen, acht Wochen war ja da der Trainingszeitraum. Also das finde ich echt schon gigantisch. Und was lernen wir daraus?

00:44:45: Speaker 2 Man sieht, wenn man beginnt, wenn man loslegt und dann auch systematisch was tut, erreicht man auch was, erreicht man auch was Und das sogar, sage ich mal mit mit begrenzten, mit begrenztem Input, mit begrenzten Mitteln oder auch anders ausgedrückt mit begrenzten Kosten. Aber einen relativ hohen Effekt. Und das ist natürlich was, das dürfen wir nicht aus dem Auge verlieren.

00:45:04: Speaker 1 Definitiv, und das ist auch das besonders Projekt wurde ja vom vom Gesundheitsministerium und von euch als Krankenkasse finanziert. Also ihr quasi Die Studios haben ja quasi ganz normal den Beitrag bekommen, der aber dann von euch kam und dadurch haben sie dann die Leute im Studio gehabt und die haben trainiert. Genau. Vielleicht noch ein Punkt dazu Wie ging es weiter?

00:45:25: Speaker 1 Das ist nämlich auch spannend. Also wir haben 1000 Menschen, die kein Fitness Sport betrieben haben und auch keine sonstige Aktivität. Und nach der Aktion ein Jahr später haben wir dann noch mal die Person befragt und dann hatten wir ungefähr 1/3, die dauerhaft dabei geblieben sind, auch ohne die Subventionen von von euch. Also das Programm war ja die acht Wochen, das wurde subventioniert und danach wurde natürlich auch gefragt.

00:45:48: Speaker 1 Magst du Mitglied bleiben? Und wir haben quasi 1/3 der Menschen gewinnen können, die sagen Ich bin bereit, ich zahle selber Geld. Was ist, wenn du so ein Ergebnis hast oder damals wie wie hast du damit gerechnet, dass die auch dann ohne diesen finanziellen Anreiz weitermachen? Oder war das überraschend eine positive Überraschung? Oder hättest du gesagt, ich hätte gerne die Hälfte gerne gehabt?

00:46:12: Speaker 2 Also ich finde, das ist ein wunderschönes Beispiel für das Parken im Kopf, dass jemand, der völlig fern war, der losgelegt hat und gesagt hat Ja, das ist es für mich. Mir tut es gut. Ich merke auch Erfolge und es zeigt an der Stelle, dass man jederzeit auch einsteigen kann. Es ist nie zu spät und das ist genau der richtige Weg ist für das, was wir eben schon gesagt haben, weg von der Kuratorin, die eben auch mit sehr vielen Kosten verbunden ist, hin zur Vermeidung von Krankheit, hin zur Prävention.

00:46:45: Speaker 2 Und das ist, glaube ich, tatsächlich das Ergebnis, das wir daraus sehen. Und ich hätte es nicht vermutet, dass auch so viele, also rund 1/3 war es, 1/3 1/3, die danach auch gesagt haben. Ich bleibe dabei.

00:46:58: Speaker 1 Also nach einem Jahr, genau danach, also, wo es Projekt schon lange vorbei war, die haben die Waren immer noch Mitglied nach einem Jahr.

00:47:05: Speaker 2 Genau. Also finde ich auch das ein äußerst beachtliches Ergebnis. Aber noch mal von 6 % auf 50 %. Ich glaube, das kann man für sich stehen lassen. Das sagt sozusagen alles, dass diese Aktion wirklich erfolgreich war und was wichtig ist. Zwei Dinge einmal Wir gehen ja häufig hin und ich habe eben schon mal den Begriff des Nudging, das Anschubsen.

00:47:28: Speaker 1 Positive stupsen.

00:47:29: Speaker 2 Genau das Positive stupsen Das machen wir aber dann, wenn wir gestupst haben. Schauen wir nicht, dass die Menschen auch dabei bleiben. Also so in der Langzeitwirkung, dass es, glaube ich, nicht unsere Stärke des Systems, also da müssen wir auf jeden Fall, da müssen wir, glaube ich, besser werden. Das ist das eine, uns zweite, Was es mir hier auch zeigt es war halt eben nicht nur der Umstand, dass es Studio finanziert wurde, sondern ja, es war halt eben jetzt auch noch eine große Resonanz da, nachdem die Menschen ihren Beitrag selbst bezahlt haben.

00:48:05: Speaker 2 Und deshalb glaube ich, ist für dieses Anschubsen auch haben eben über Bonusprogramme geredet. Wir haben über ICQ gesprochen, dafür ist das außerordentlich gut. Es reicht aber nicht, dass wir dort auch so eine nachhaltige Wirkung erzielen oder eine nachhaltige Veränderung schaffen. Hier klar, 1/3 finde ich wirklich ein sehr, sehr ordentlicher Wert. Aber das sollte man an der Stelle auch nutzen, um daraus auch abzuleiten, Wie können wir es schaffen, dass noch mehr starten?

00:48:35: Speaker 2 Es war ja hier die Grundgesamtheit mit 1000 ja auch überschaubar, aber immerhin die 1000, die haben wir gemeinsam akquiriert. Und wie können wir es vor allen Dingen auch schaffen, dass die Menschen dabeibleiben?

00:48:45: Speaker 1 Zur Überleitung Ich habe noch einen Hinweis Wenn du sagst, die Krankenkassen sind jetzt nicht primär. Aufgabe ist nicht, dass die im Fitnessstudio bleiben. Es gibt aber knapp 10.000 Unternehmen in Deutschland, die ein sehr hohes Interesse haben, dass die bleiben. Und die können das auch perfekt. Die Leute müssen erstmal reinkommen. Also wie gesagt, den Part nehmen wir als Fitnessbranche gerne wahr, dass wir die Leute bei der Stange halten und mit ihnen Sport machen oder Fitness Fitnesstraining.

00:49:12: Speaker 1 Vor allem, wenn jetzt eine kleine Überleitung Frage zu unserem neuen Modellprojekt Wenn wir sehen, dass das so gut funktioniert hat in dieser Aktion, warum hat sich dann noch nicht so viel verändert in der Zwischenzeit? Das war 2022. Jetzt haben wir 2026. Gut, wir hatten ein paar Regierungswechsel, ein paar andere Themen, die kamen. Aber ist das, Wie betrachtest du das als eine, als eine Schwäche des Präventionssystems?

00:49:47: Speaker 1 Oder entsteht eine Lücke oder wie? Wie bewertest du das? Weil offensichtlich funktioniert es ja in einem kleinen Kreis. Warum dann nicht auch in einem größeren?

00:49:56: Speaker 2 Ich will jetzt vielleicht mal positiv erwähnen, so geht es mir zumindest, dass ich gerade so in den letzten zwölf Monaten wahrnehme, dass das Thema Prävention auch in der Politik, dass das echt angekommen ist.

00:50:08: Speaker 1 Denn da unterschreibe ich. Sehe ich auch so.

00:50:12: Speaker 2 Selbst unser neuer Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann hat ja gesagt Prävention ist mein Steckenpferd. Schau mal, was letztlich auch daraus gemacht wird. Und das ist, glaube ich, was vor zwei, drei Jahren noch gewesen, hat man gesagt Ja, Prävention auch im betrieblichen Gesundheitsmanagement, das ist so ein nice to have. Macht man, aber man hat es nicht mit der Ernsthaftigkeit betrieben, weil man vielleicht auch die Ziele und die Ergebnisse, die damit zu erzielen sind, nicht so vor Augen gehabt hat.

00:50:40: Speaker 2 Und das hat jetzt auch die Politik erkannt, denn die Politik hat auch gemerkt. Wir müssen dort, wo wir Krankheit vermeiden können, müssen wir auch alles dafür tun, dass Krankheit erst gar nicht entsteht. Und deshalb auch das Thema Zuckersteuer, das gerade ja auch diskutiert wird. Gut, jetzt soll es natürlich so sein, dass es irgendwie in den Haushalt normal eingeht.

00:51:01: Speaker 2 Das ist natürlich völlig unsinnig. Die Zuckersteuer aus meiner Sicht, Stichwort gesunde Ernährung ist wichtig. Wenn damit eben auch gleich diese Zuckersteuer dann auch beispielsweise für neue Präventionsangebote genutzt wird, um damit halt eben noch mehr Menschen gesünder zu machen, also die Gelder auch noch mal zurückfließen, dann ist das für mich ein Running System. Das macht Sinn, wenn es irgendwo im Verkehrshaushalt versickert oder sonst irgendwo im Sozialausschuss.

00:51:27: Speaker 1 Industrie.

00:51:28: Speaker 2 Dann dann sagen, genau, dann sagen die Menschen Schönen Dank auch, ich muss mehr zahlen. Aber es bringt letztlich nichts.

00:51:33: Speaker 1 Das ist ja Sondervermögen. Das sind, das sind ja keine Du.

00:51:37: Speaker 2 Du hast natürlich, Du hast natürlich recht.

00:51:40: Speaker 1 Aber 40 Milliarden Zinslast, das ist, das ist schon ja egal, nicht unser Thema heute. Genau, bitte weitermachen.

00:51:47: Speaker 2 Aber Prävention, Prävention ist, glaube ich, bei den politisch Verantwortlichen angekommen. Aber entscheidend ist jetzt die Frage Was macht man Gutes daraus? Da müssen wir ganz nah dran bleiben, ganz hart auch daran arbeiten. Und ja, ich glaube auch insgesamt in der Bevölkerung ist dieser Schubs schon nicht ohne Wirkung geblieben. Es sind immer mehr, die auch sagen na ja, es bringt nichts, wenn ich jetzt einfach mit meinen Wehwehchen zum Arzt gehen, in der Erwartung, dass er mir irgendeine Medikation verordnet, sondern ich muss halt eben hier auch für mich was tun.

00:52:23: Speaker 2 Und da ist halt eben Prävention, Gesundheitsförderung mit den eben genannten Handlungsfeldern, die ja auch dieser Leitfaden, wir haben eben schon über ihn gesprochen vom GKV Spitzenverband ja auch vorsieht, ist da auch eine gute, eine gute Richtung. Deshalb würde ich mal sagen, ich bin vorsichtig optimistisch, dass das Thema stärker an die Bevölkerung kommt, dass es auch bei den politisch Verantwortlichen endlich ankommt und dass wir hier in Zukunft auch bei den ich nenne es mal Baustellen, die wir jetzt noch haben, wo wir die ganze Zeit nicht so recht vorankommen, dass es da zumindest auch ein Umdenken geben wird.

00:52:57: Speaker 1 Und damit kommen wir auch zu dem Thema neues Modellprojekt. Da haben wir auch. Also wie gesagt, es hat super funktioniert. 22. Wir gehen davon aus, dass es jetzt auch noch mal gut funktionieren wird. Ähm, darfst du schon was verraten, was da. Was wir genau vorhaben?

00:53:13: Speaker 2 Ja, ich will will vielleicht einfach nur mal kurz das Problem aufzeigen. Wir haben es ja hier auch schon andiskutiert und habe eben schon gesagt, wir als eGK Südwest haben per anno da so einen fast vierstelligen Betrag, den wir für Prävention und Gesundheitsförderung verausgaben dürfen. Ich sage es ganz bewusst so, weil es halt eben entweder ein Präventionskurs sein muss, ein Bonusprogramm sein muss oder, wie jetzt Rücken Stark ein ganz konkretes Fitnessprogramm sein muss.

00:53:39: Speaker 2 Damit können wir natürlich was bewirken, völlig klar. Wir sind aber in sehr, sehr engen Konventionen gefasst. Und was wir halt eben alle miteinander nicht dürfen. Keine gesetzliche Krankenversicherung darf das Fitnessstudio den Mitgliedsbeitrag unterstützen. Und das ist was, wo wir sagen für die Studios, die wir eben auch identifiziert haben, und da gibt es ganz, ganz viele davon. Ich glaube auch immer mehr, die halt eben dort auch Leitfaden gerecht wissenschaftlich fundiert unterwegs sind.

00:54:11: Speaker 2 Für solche Einrichtungen wäre es einfach glaube ich, gut, wenn dort auch die Menschen noch stärker hin kämen. Okay, war jetzt gerade ein bisschen komplizierter Satz, aber das war, dass man tatsächlich den so rum wollte ich eigentlich auch sagen, den Menschen Angebot machen mit dem ein oder anderen Wehwehchen. Geh nicht nur zum Arzt, sondern tu auch was für dich.

00:54:38: Speaker 2 Das ist das eine. Und für die Betroffenen selbst wäre es so viel einfacher, wenn wir ein Budget zur Verfügung stellen könnten, was natürlich Qualitäts gesichert abgerufen werden muss. Also das darf dann nicht für irgendwelche Dinge verbraten werden, nenne ich es mal, die halt eben keine Qualitätssicherung haben. Wenn wir ein solches Budget zur Verfügung stellen könnten, wo dann die oder der Betroffene sagen kann, das setze ich dafür ein.

00:55:07: Speaker 2 Und hier könnten wir uns beispielsweise vorstellen. Ich habe eben von den Präventionskursen gesprochen, wo es zwei an der Zahl im Jahr gibt, die mit 150 € bezuschusst werden. Jeweils. Also haben wir im Jahr drei 100 € zur Verfügung. Und wenn man alleine über den Paragrafen 20 im Sozialgesetzbuch fünf das ist die Grundlage auch für diesen Leitfaden, über den wir jetzt auch schon kritisch geredet haben.

00:55:33: Speaker 2 Wenn man diese 300 € sozusagen als Budget zur Verfügung stellen würde und wenn wir jetzt blitzschnell rechnen 300 € im Jahr sind 25 € im Monat, dann wäre das sozusagen ein Anschubfinanzierung Da wäre das eine Unterstützung für diejenigen, die sagen, ich würde es eigentlich gerne tun, ich kann mir es vielleicht nicht leisten. Oder anders Wir könnten das Umparken im Kopf noch viel schneller damit erreichen, wenn es da eine Unterstützung gäbe.

00:55:59: Speaker 2 Und dass das gut funktioniert, haben wir bei dieser Idee Aktion gesehen, haben aber auch bei anderen Studien Post Covid Studien haben wir auch gemacht. In der Vergangenheit haben wir gesehen, dass das wirkt und diese Wirkung, die wir wichtig und hierfür müssen wir ein super, super dickes Brett bohren alle gemeinsam. Hier müssen wir an die Politik ran. Hier muss der Paragraph 20 auch entsprechend geändert werden.

00:56:23: Speaker 2 Daraus resultierend natürlich auch der Leitfaden. Aber das wäre sozusagen ein Bild, das ich mir gut vorstellen könnte. Und das wäre vielleicht auch ein Projekt, das wir in Zukunft gemeinsam gut angehen können. Denn ich glaube, die Rahmenbedingungen sind derzeit besser, als wir es in der Vergangenheit waren.

00:56:41: Speaker 1 Auf jeden Fall für euch da draußen. Paragraph 20, Sozialgesetzbuch fünf können da googlen, Paragraph 20 da können das noch mal nachlesen. Ich würde noch eine andere Perspektive reinbringen, die ich noch deutlich spannender finde als also 25 € pro Monat Beitrag sponsern Mega. Deswegen auch Tim Alex. Ich nehme meine Aussage zurück Schweizer Modell wird niemals kommen. Was kommt, kann ich jetzt noch nicht sagen, aber was ich noch einen viel größeren Effekt finde als diese finanzielle Unterstützung, ist diese symbolische Unterstützung.

00:57:13: Speaker 1 Das quasi die Krankenkassen sagen wir beheizen das für gut und zielführend im Sinne der Gesunderhaltung oder der Gesundheitssteigerung. Und ich glaube, das ist ein noch viel wichtigerer Hebel, denn wir haben, weil am Ende des Tages, wir haben auch in der Fitnessbranche eine freie Marktwirtschaft. Also man sieht es ja bei den Heilberufen, ob es jetzt Physiotherapie ist. Du hast deine Abrechnungsziffer, du hast deinen festen Betrag, aber du, die fangen ja auch alle an, noch Selbstzahler Bereiche aufzumachen.

00:57:40: Speaker 1 Warum? Weil eben das halt oft nicht ausreicht und man eben weitermachen möchte. Deswegen eine Super stattfindet. Finde ich auch richtig cool, dass wir das gemeinsam angehen. Dazu noch eine Frage kann Ist schon absehbar, ob das an an was ist das geknüpft an. Du hast vorhin von Qualitätsanforderungen gesprochen und das sind alles jetzt erstmal Grundlagen, wo man noch überlegen muss, wie geht man das Projekt an?

00:58:05: Speaker 1 Vielleicht auch, wenn man da draußen ein Studio haben, das sich jetzt angesprochen fühlt und sagt Ich möchte gerne bei dem Modellprojekt teilhaben wie, wie, wie wird es da vorangehen? Was sind die Schritte genau?

00:58:16: Speaker 2 Also die einzelnen Parameter des Projekts, die definieren wir ja gerade. Da haben wir uns ja auf den Weg gemacht. Aber wenn sich hier jemand für interessiert, jederzeit gerne glaube. Kontaktmöglichkeiten hast du jetzt ja schon ganz oft.

00:58:30: Speaker 1 Podcast Fitness management.de meldet euch!

00:58:33: Speaker 2 Genau das ist er. Beim Aufstieg skongress in Mannheim bietet sich auch ein Austausch da immer gut an, sind wir ja auch als Gesundheitspartner, als die KK Südwest noch mal mit dabei. Und was du gerade angesprochen hast, das möchte ich gerne unterstreichen. Uns ist es wichtig, dass wir halt eben tatsächlich die guten, die QualitätsGesicherten Studios haben als Partner, mit denen man auch arbeiten kann, mit denen wir halt eben auch, sage ich mal, auch eine Evidenz der Ergebnisse erzielen kann.

00:59:01: Speaker 2 Also das ist ja auch wichtig. Man muss am Ende des Tages ja auch schauen, was ist, was kommt bei so was raus. Und da wird natürlich auch sehr, sehr kritisch hingeschaut. Deshalb alle diejenigen, die sich da auf den Weg machen möchten und auch diese Qualitätskriterien. Ich habe es jetzt schon ein paar Mal auch definiert Die, die erfüllen möchten, die sind echt herzlich da auch eingeladen, diesen Weg auch weiter zu gehen.

00:59:21: Speaker 2 Und ja, wenn wir auch so weit sind, wenn wir den nächsten Schritt im Projekt gegangen sind, werden wir ja auch dazu noch mal schreiben, kommunizieren und Social Media natürlich damit auch noch mal vollmachen Aber diese Partnerschaft auf Augenhöhe und die auch mit einem guten Gewissen, das muss im Übrigen auch jeder andere Leistungserbringer für die GKV erfüllen. Ob das jetzt der niedergelassener Arzt ist, ob das der Physiotherapeut ist, ob das der Psychotherapie ist oder wer auch immer diese Qualitätskriterien, die sind einfach wichtig.

00:59:54: Speaker 2 Und wenn wir die haben und dann kann ich mir wirklich sehr gut vorstellen, dass wir hier auch gemeinsam die Themen nach vorne treiben. Aber wie eben schon gesagt, es ist natürlich auch wichtig, dass wir hier politisches Gehör finden. Da wollen wir ja auch in Berlin noch mal eine Session dazu durchführen, um halt eben auch.

01:00:13: Speaker 1 Der, der der 5. November, von dem ich vorhin gesprochen habe, da sind wir in der Bundespressekonferenz, ist jetzt kein Event für Studiobetreiber, sondern ist rein für Politiker und Journalisten. Wo wir Genau. Jörg, du wirst dabei sein. Wir haben DVDs. Haben wir dabei Dieses Ibo BSA DFBG Generation Netzwerk ist dabei. Hoffe ich habe keinen vergessen.

01:00:35: Speaker 2 Aber Janosch, ich glaube, wichtig ist doch auch zu zeigen jetzt an diesem Beispiel, da ich jetzt mal ganz grob skizziert habe, 300 € Präventionskurse durch zwölf 25 € würde ja heißen, wenn man das in ein Budget rein gießen würde. Es wird noch nicht mal teurer, aber die Wirkung, die wir damit entfachen können. Du hast ja eben auf die Ergebnisse der Fit Mach Aktion rekurriert.

01:00:56: Speaker 2 Die sind, die sind sehr, sehr deutlich. Und wir müssen uns umgekehrt ja auch fragen was kostet uns, was kostet uns in der Solidargemeinschaft, wenn wir solche Angebote nicht haben? Wenn es uns nicht gelingt, Krankheitslast zu reduzieren, dann sage ich, dann wird es viel, viel teurer. Und ein weiteres Problem Wir haben ja auch Stichwort demografischer Wandel, Fachkräftemangel. Wir haben ja auch gar nicht mehr die Ressourcen, um halt eben diese noch so durchzuführen, wie wir uns das häufig vorstellen.

01:01:25: Speaker 2 Denn ich glaube, jeder, der uns zuhört, weiß einen Termin beim Facharzt ist eine riesengroße Herausforderung. Und das sind ja jetzt erst mal die Vorboten, wenn wir nicht in dem System gegensteuern. Und deshalb glaube ich, ist es so wichtig, dass wir hier auch sagen Lasst uns dort mal einen anderen Weg gehen unter guten, gesicherten Rahmenbedingungen. Und dann schauen wir einfach mal, schauen wir mal, was wir auch hier für Ergebnisse so ein paar Jahren beim nächsten Podcast Folge 258.

01:01:53: Speaker 2 Dann kann vielleicht schon ja hier vorstellen können.

01:01:57: Speaker 1 Jetzt hast du mir meine Folgefrage weggenommen. Wer soll das bezahlen? War das? Aber es ist ja im Prinzip kein neues Geld, was wir brauchen, sondern eine eine Umwidmung von von Geldern, die schon da sind und für. Oder vielleicht magst du es noch mal ausführen. Wer soll das bezahlen?

01:02:13: Speaker 3 Genau das ist es ist.

01:02:15: Speaker 2 Oder man muss anders fragen. Ich fange mal anders an! Wer soll das bezahlen, wenn wir es nicht tun?

01:02:20: Speaker 1 Genau das. Perfekt. Das nächste Folge Moderierst du Genau. Was passiert, wenn wir nichts tun?

01:02:26: Speaker 2 Genau das ist eigentlich die zentrale Frage. Stellung, die wir jetzt sehen. Mit exorbitant steigenden Kosten. Und damit ja auch beitragen. Beitrag setzen. Zusatzbeitrag setzen bei den jeweiligen Krankenversicherungen. Und die zahlen ja nicht die Krankenkassen, sondern die Zahlen, die Versicherten und zahlen die Arbeitgeber, auch unsere Wirtschaft. Also das muss man immer vor Augen haben. Und wenn wir dann sehen, dass wir in zu hohen Input haben in unserem Gesundheitssystem, aber europaweit auch weltweit nur einen mittleren, manchmal sogar unterdurchschnittlichen Platz einnehmen, was die Effizienz unseres Systems angeht, dann ist das glaube ich ja schon ein Handlungsauftrag an uns alle, zu sagen, was könnte man anders machen, was können wir besser machen?

01:03:07: Speaker 2 Und deshalb bleibe ich noch mal dabei. Es ist viel sinnvoller für die betroffenen Menschen, aber auch für das System, Krankheiten erst gar nicht entstehen zu lassen, Krankheiten am Entstehen zu verhindern oder wenn sie denn da sind, die Krankheiten irgendwie gut managt bar zu machen. Weil das ist ja auch ein Unterschied, ob ich das dann laufen lasse oder ob ich was für mich tue.

01:03:26: Speaker 2 Und wie häufig gehen schon auch Krankenhäuser hin und sagen, bevor eine OP ansteht, erst noch mal Kraft und Ausdauertraining, um die OP gut zu überstehen. Also das sind ja alles gesicherte Elemente und die gilt es zu nutzen. Und dann ist glaube ich die Frage des Bezahlen stellt sich da nicht, weil das wird dadurch nicht teurer. Wir vermeiden Krankheitslast, haben dadurch dann auch geringere Kosten für die Wirtschaft, aber auch für die Betroffenen selbst.

01:03:52: Speaker 2 Und das ist sozusagen mein positives Zielbild, was mich und uns ja auch gemeinsam immer noch mal dazu treibt zu sagen wie können wir das jetzt ein Stück weit, wie können wir es besser machen? Und da gehört auch mal dazu, dass wir neue Wege geht. Wir sind bereit, um die zu gehen, Aber wir brauchen auch die politisch Verantwortlichen, dass sie uns einen Rahmen geben, um zu sagen Probiert es mal aus und macht es einfach mal und das sind wir jetzt gerade auch, glaube ich, kann man hier ja auch sagen, ohne zu viel vorwegzunehmen Das sind wir gerade am Ausarbeiten, am Austesten, was dort der sinnvollste Weg ist.

01:04:23: Speaker 1 Ja, auf jeden Fall für euch da draußen, wenn ihr dieses vorbildlich seid. Ihr werdet natürlich als allererste informiert, weil ihr auch das Projekt mitfinanziert durch eure Mitgliedsbeiträge in der Fitnessbranche, wenn ihr noch kein Mitglied seid. Wir würden uns freuen am Ende. Das dient natürlich der ganzen Branche. Aber umso mehr Mitglieder beim DSV, umso stärker sind wir auch bei solchen Projekten unterwegs.

01:04:46: Speaker 1 Jörg Noch mal Blick in die Zukunft.

01:04:53: Speaker 1 Mein Einstieg war Schweizer Modell in Deutschland wird nie kommen. Da habe ich gesagt Das möchte ich revidieren. Deswegen habe ich dich eingeladen. Glaubst du, dass in der Zukunft ein solches Modell denkbar ist? Also vielleicht so, vielleicht. Fangen wir mal mit der Stufe, die wir jetzt gerade andenken. Für wie realistisch hältst du das? Und könntest du da auch schon eine Zeitachse?

01:05:15: Speaker 1 Grob. Also reden wir über fünf Jahre. Über zehn Jahre? Ja, ich weiß es nicht. Wie ist da deine Einschätzung dazu?

01:05:22: Speaker 2 Also, ich bin zunächst überzeugt, dass sich was ändern wird und sich auch was ändern muss. Die Themen Prävention, Fitness, Gesundheit werden einen anderen Stellenwert bekommen, wie sie jetzt zukünftig haben. Dass die Themen Prävention und auch deren Instrumente, dass die viel stärker im Fokus sind, haben wir gerade eben schon herausgearbeitet. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass sich hier tatsächlich Änderungen ergeben werden.

01:05:45: Speaker 2 Und diese Änderungen, die werden wir auch versuchen, gemeinsam als idealerweise als Krankenkasse, vielleicht auch in der Gemeinschaft der Krankenkassen, mit euch, auch mit der Branche, aber auch mit DSV und allen, die, die da unterstützen möchten, nach vorne treiben. Da bin ich sehr, sehr zuversichtlich. Wann es denn so weit sein wird, ist natürlich auch so ein Stück weit immer von politischen Rahmenbedingungen abhängig.

01:06:11: Speaker 2 Da ist eine Prognose schwierig. Aber ich bin sicher, es wird sich was ändern. Und ich bin sicher, dass wir die Dinge, die wir heute sagen, die hätten wir gerne, dass wir die irgendwann haben werden und dass es auch möglich sein wird, dass man hier systematisch für sich einsteigen kann mit einem QualitätsGesicherten Training, das aber dann auch fortführen kann.

01:06:32: Speaker 2 Und das, was wir dazu tun können, machen wir sehr gerne.

01:06:36: Speaker 1 Okay, mit der Politik treffen wir uns spätestens am 5. November nochmal. Jetzt haben wir da draußen tausende von Fitnessstudio, Betreiberinnen und Betreiber. Müsste den noch was mitgeben oder was für eine Forderung oder Erwartung hast du an die Betreiber von den Studios?

01:06:52: Speaker 2 Also mein Wunsch wäre, dass wir den Weg, den wir eingeschlagen haben, dass man den einfach konsequent weitergeht mit einer klaren Ausrichtung, mit einer klaren Fokussierung, auch ZielgruppenFokussierung, was wir auch bei den 60er gesehen haben, das aber immer noch mal die Themen Qualitätssicherung, Leitfaden, gerechtes Training, ausreichende Kompetenz in der Infrastruktur, insbesondere bei den Kursleitungen, beim Personal. Dass wir diesen Weg, dass wir den weitergehen und dass wir den auch gemeinsam weitergehen und dann bin ich sicher, werden wir auch dieses dicke Brett, was wir jetzt gerade am Bohren sind, werden wir auch weiter aufgebohrt bekommen.

01:07:34: Speaker 2 Ich freue mich darauf. Und wie gesagt, ich bin sehr zuversichtlich. Da werden wir Veränderungen erleben.

01:07:40: Speaker 1 Also helft uns, bleiben dicke Bretter bohren. Folgende Termine 8. Oktober in Mannheim Experten Symposium neun und 19. Oktober Aufstiegskongress Fitness im Ort zehn ist der Rabattcode. Ich hoffe, es gibt noch Tickets, wenn die Folge rauskommt. Probiert es einfach aus. Wenn nicht, kauft euch so ein Ticket. Genau. Am 5. November werden wir berichten. Da seid ihr leider nicht dabei.

01:08:01: Speaker 1 Das übernehmen wir für euch und sagen dann, wie es in Berlin bei der Bundespressekonferenz gelaufen ist. Jörg, dir danke ich ganz herzlich und ihr trifft den Jörg persönlich in Mannheim, wenn ihr seid. Danke und.

01:08:12: Speaker 2 Ja, vielen Dank, hat Spaß gemacht.

Über diesen Podcast

Fitness im Ohr ist der Podcast für alle, die die Fitness- und Gesundheitsbranche bewegen wollen. Der Original-Podcast des Fachverlags fitness MANAGEMENT bringt dir inspirierende Gespräche mit Unternehmern und Experten der Branche. Ob Trends, Zahlen oder Hintergrundinfos – hier bekommst du wertvolle Impulse, praxisnahes Wissen und frische Perspektiven, die dich und dein Business nach vorne bringen.

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